Donnerstag, 27. August 2020

Konkretisierung der Klimabonus-Förderung

Verbandsanhörung zu neuer Verwaltungsanweisung des Bundesfinanzministeriums

Erstmals für den Veranlagungszeitraum 2020 hat der Gesetzgeber mit dem neu eingeführten § 35c EStG eine steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutzten Wohngebäuden eingeführt. Nachdem bereits im März 2020 eine entsprechende Handlungsanweisung an die obersten Finanzbehörden der Länder erging, soll diese nun durch eine weitere konkretisiert werden. Der Entwurf dieses Schreibens befindet sich derzeit in der Verbändeanhörung.

Neben der Definition der begünstigten Objekte und Wohnungen im Sinne des § 35c EStG, soll die Verwaltungsanweisung auch Fragen zu den Anspruchsberechtigten klären. So zum Beispiel, dass die steuerliche Förderung für ein im Miteigentum mehrerer Personen stehendes Objekt nur einmal beantragt und nach dem Miteigentumsanteilen der einzelnen Eigentümer aufgeteilt werden soll. Darüber hinaus wird versichert, dass die gemischte Nutzung der Wohnung, beispielsweise bei einem vorhandenen Arbeitszimmer, der Förderung nicht im Weg steht. Zudem findet sich in der Anlage des Schreibens eine nicht abschließende Aufzählung der förderfähigen Maßnahmen.

Der Zentralverband Haus & Grund Deutschland hat bereits zu dem Entwurf Stellung genommen und kritisiert vor allem die mangelnde Konkretisierung hinsichtlich gemischt genutzter Objekte und Einliegerwohnungen. So bleibt offen, ob die Förderung möglich ist, wenn beispielsweise das komplette Objekt saniert werden soll, sich aber im Souterrain eine Einliegerwohnung befindet, die vermietet wird und daher die Immobilie nicht komplett vom Eigentümer selbst genutzt wird.